SOS Cyberkriminalität: Eine globale Sicht auf die Cyberkriminalität

Von Katrin Rohlfs, Director Product & Marketing bei cxLoyalty

Unser Leben als Verbraucher findet zunehmend online statt. Das eröffnet enorme Chancen – aber auch Herausforderungen – insbesondere hinsichtlich unserer persönlichen Daten und deren Sicherheit. Mit wachsendem Bewusstsein für Cyberkriminalität ist es unumgänglich, dass dieses Thema eine größere öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Unsere heute veröffentlichte Studie untersucht dies ausführlich. Nach unserer umfangreichen Marktforschung mit mehr als 13.000 befragten Personen in 12 Ländern, sind wir jetzt in der Lage, ein viel klareres Meinungsbild zur Cyberkriminalität zusammenzufügen.

Die Studie hat rund um die Welt interessante Trends zum Thema Cyberkriminalität ans Tageslicht gebracht – mit geografischen und geschlechtsspezifischen Unterschieden  – und die Notwendigkeit einer umfangreicheren Aufklärung und Unterstützung aufgezeigt, wenn wir das Risiko minimieren wollen, auf Cyberbetrüger hereinzufallen.

Die Cyberbedrohungen wachsen

Cyberkriminalität hat viele Gesichter, wie beispielsweise Malware, Ransomware, gehackte Social Media oder E-Mail Konten; Identitätsdiebstahl oder Phishing. Sie ist weltweit in den Nachrichten, ob es nun Schlagzeilen über immense Datenlecks oder über große internationale Cyberangriffe wie mit der Ransomware WannaCry im Mai 2017 sind.

Cyberkriminalität kann verheerende Auswirkungen für die Opfer haben. Im Rahmen unserer Studie fanden wir heraus, dass ein Drittel der Befragten bereits direkt oder indirekt von Identitätsdiebstahl betroffen war. 65% der Betroffenen erhielten Fake Anrufe, E-Mail Links oder SMS, von 56% wurden Social Media oder E-Mail Konten gehackt und 55% wurden Opfer betrügerischer Finanztransaktionen.

In Anbetracht der mangelnden Kenntnisse zum Thema Internetsicherheit vieler Verbraucher sind diese Ergebnisse sind nicht überraschend. Wir fanden heraus, dass:

  • Ein Drittel der Verbraucher (35%) fälschlicherweise glaubt, dass die Sicherheit öffentlicher WLAN-Hotspots gesetzlich vorgeschrieben ist
  • Weniger als die Hälfte (46%) weiß, dass https:// für eine sichere Webseite steht
  • Ein Drittel (33%) sich nicht darüber bewusst war, dass das Verwenden desselben Passworts für mehrere Konten Einfluss auf das Betrugsrisiko hat.


Rangliste der Cyberangst

Da die Methoden der Cyberkriminellen immer raffinierter werden, sind Verbraucher zunehmend beunruhigt. Brasilien führt die globale Rangliste der Cyberangst an, die USA folgen auf dem zweiten Platz.

Angst vor Cyberkriminalität nach Ländern

Rang Land Anteil der über Cyberkriminalität besorgten Verbraucher
1 Brasilien 87%
2 USA 75%
3 Spanien 73%
4 Großbritannien 69%
5 Frankreich 67%
6 Italien 63%
7 Türkei 60%
8 Deutschland 51%
9 Dänemark 44%
10 Norwegen 44%
11 Finnland 42%
12 Schweden 40%

 

Tatsächlich haben Verbraucher größere Sorgen vor Cyberkriminalität als vor allen anderen Arten von Kriminalität – 61% der Verbraucher sind sehr oder ziemlich besorgt über Cyberkriminalität, im Vergleich zu 52%, die sich Sorgen über Eigentumsdelikte (z.B. Einbruch) machen, 54% über Gewaltverbrechen (z.B. Überfall) und 45% über Kfz-Kriminalität. Außerdem scheint das Bewusstsein für Cyberkriminalität mit zunehmendem Alter zu wachsen: Befragte im Alter zwischen 18 und 24 Jahren waren besorgter über Gewaltkriminalität als über Cyberkriminalität, ab 35 Jahren wird Cyberkriminalität jedoch als das größere Risiko wahrgenommen.

Es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen machen sich mehr Sorgen über Cyberkriminalität als Männer. Den größten Unterschied gibt es beim Betrug beim Onlineshopping (67% der Frauen zeigen sich beunruhigt, gegenüber 59% der Männer), beim Identitätsdiebstahl (68% gegenüber 60%) und bei betrügerischen Transaktionen (69% gegenüber 61%).

Gestohlene Identität

Identitätsdiebstahl zum Opfer zu fallen, ist eine der größten Ängste. Nicht nur, dass die Opfer häufig finanzielle Verluste erleiden, oftmals wird ihre Identität auf eine Art und Weise missbraucht, die ihrer Reputation ernst- und dauerhaften Schaden zufügt. Darüber hinaus können die problematischen Folgen von Identitätsdiebstahl Monate oder sogar Jahre anhalten und es ist sehr schwierig und zeitaufwändig, diese Probleme zu lösen. Es steht viel auf dem Spiel und Verbraucher brauchen (und wollen) Hilfestellungen, die Risiken der Cyberkriminalität abzuschätzen, um sich selbst schützen und etwaige Cybervorfälle erkennen und aufklären zu können.

Das ist ein Thema, das uns am Herzen liegt. Seit Jahrzehnte arbeiten wir gemeinsam mit unseren Klienten aus der Finanz-, Versicherungs- und Telekommunikationsbranche daran, die Ängste, Bedürfnisse und Interessen ihrer Kunden zu verstehen, um Produkte anbieten zu können, die zu diesen Kundenanforderungen passen – um somit Kunden besser zu aktivieren und zu binden. Wir sind überzeugt, dass Unternehmen, die verstehen, was ihre Kunden wirklich wollen, in der Lage sind, tiefere und  dauerhafte Beziehungen zu ihnen aufzubauen. Daher ist diese Studie so wichtig – sie zeigt Unternehmen, dass Verbraucher weltweit besorgt über Cyberkriminalität sind und professionelle Unterstützung suchen.

Unternehmen eröffnet sich eine große Chance, durch das Anbieten wesentlicher Cyber- und Identitätsschutzleistungen, ein wichtiger Bestandteil des Alltags ihrer Kunden zu werden. Die Unternehmen, denen das gelingt, werden mit loyalen Kunden, einer verbesserten Markenwahrnehmung und einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil belohnt.

Um die komplette Studie zu lesen, besuchen Sie:  www.cxloyalty.de/insight/cyberkriminalitaetsos